5K2K

Gigabyte M28U Review 2026: Lohnt sich der 4K-Monitor mit 144 Hz noch?

12.09.2026

Lesedauer: 10 min

Der Gigabyte M28U im Review 2026: 4K, 144 Hz, HDMI 2.1 und KVM überzeugen, doch HDR, Kontrast und USB-C-Ladeleistung bleiben schwach.

Gigabyte M28U Review 2026: Lohnt sich der 4K-Monitor mit 144 Hz noch?

Gigabyte M28U Review 2026: Lohnt sich der 4K-Monitor mit 144 Hz noch?

Geschrieben von

5K2K Redaktion

5K2K Redaktion

Autor

Kurzfazit: Neu ist der Gigabyte M28U im Jahr 2026 nicht mehr. Als 4K-Monitor für PC und Konsole ergibt er trotzdem noch Sinn. Auf 28 Zoll wirken 3.840 × 2.160 Pixel sehr scharf, 144 Hz sorgen für flüssige Bewegungen und der KVM-Switch macht den Wechsel zwischen zwei Rechnern angenehm. Seine Schwächen sind ebenso klar: HDR400 liefert keine überzeugende HDR-Wirkung, das IPS-Panel zeigt in dunklen Räumen eher graues als tiefes Schwarz, der Standfuß lässt sich weder schwenken noch ins Hochformat drehen und USB-C ersetzt kein Notebook-Dock. Wenn du hohe Pixeldichte und schnelles 4K-Gaming zu einem vernünftigen Preis suchst, ist der M28U weiterhin interessant. Für echtes HDR, OLED-Schwarz oder große 5K2K-Arbeitsflächen gibt es inzwischen deutlich stärkere, aber meist teurere Alternativen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Das 28-Zoll-IPS-Panel kombiniert 3.840 × 2.160 Pixel mit bis zu 144 Hz und erreicht rund 157 PPI.
  • Zwei HDMI-2.1-Eingänge ermöglichen Konsolenspiele mit bis zu 4K und 120 Hz; am PC sind über DisplayPort und geeignete Signalketten bis zu 144 Hz möglich.
  • Der integrierte KVM-Switch ist ein echter Mehrwert für ein Setup aus Desktop-PC und zweitem Rechner.
  • Unabhängige Tests loben Schärfe, niedrige Eingabeverzögerung und Farbdarstellung, kritisieren aber Kontrast, Local Dimming und aggressives Overdrive.
  • Overall Rating: 8,2/10. 5K2K Compatibility Rating: 7,7/10.

Warum der M28U 2026 noch relevant ist

Als der M28U auf den Markt kam, waren 4K und hohe Bildraten noch deutlich teurer. Inzwischen gibt es 240-Hz-OLEDs, Mini-LED-Modelle und größere 5K2K-Ultrawides. Trotzdem ist der Gigabyte nicht automatisch überholt. Seine Kombination aus hoher Pixeldichte, 144 Hz, HDMI 2.1, USB-C und KVM ist im günstigeren Segment weiterhin ungewöhnlich vollständig. PC Gamer führt den M28U auch 2026 noch in seiner 4K-Kaufberatung und nennt vor allem die einfache Verarbeitung und den eingeschränkt verstellbaren Standfuß als Sparmaßnahmen.

Wichtig ist die richtige Erwartung: Das ist ein vielseitiger IPS-Gaming-Monitor, kein aktuelles HDR-Flaggschiff. Er richtet sich an Nutzer, die am Schreibtisch spielen, arbeiten und vielleicht zwischen PC, Konsole und Notebook wechseln. Wer primär Filme in einem dunklen Raum sieht oder ein besonders großes Arbeitsfeld für Timelines und mehrere Fenster braucht, sollte andere Displayklassen prüfen.

Bildschärfe und Arbeitsfläche

Die offiziellen technischen Daten nennen ein 28-Zoll-SuperSpeed-IPS-Panel mit 3.840 × 2.160 Pixeln, mattem Finish, 144 Hz und einem Pixelabstand von 0,16 Millimetern. Daraus ergeben sich rund 157 Pixel pro Zoll. Texte, feine Linien und hochauflösende Bilder erscheinen entsprechend sauber. Unter Windows ist meist eine Skalierung von 125 bis 150 Prozent sinnvoll, damit Menüs und Schriften nicht zu klein werden. PC Gamer weist ebenfalls darauf hin, dass die hohe Pixeldichte ohne Skalierung anstrengend sein kann.

Im Vergleich zu einem 32-Zoll-4K-Monitor ist die Darstellung feiner, die physische Fläche aber kleiner. Zwei Anwendungen lassen sich gut nebeneinander anordnen; für drei breite Fenster oder eine sehr lange Video-Timeline bietet ein 40-Zoll-5K2K-Ultrawide erheblich mehr Raum. Der M28U passt dafür leichter auf normale Schreibtische und bleibt mit 636,5 Millimetern Breite handlich.

Gaming am PC: 4K und 144 Hz verlangen Leistung

Die 144 Hz sind einer der Hauptgründe, den M28U einem klassischen 60-Hz-4K-Bildschirm vorzuziehen. Mauszeiger, Kameraschwenks und schnelle Spiele wirken sichtbar flüssiger. Gleichzeitig muss die Grafikkarte pro Bild mehr als acht Millionen Pixel berechnen. In anspruchsvollen Titeln sind Upscaling-Verfahren und angepasste Details oft der vernünftige Weg, um hohe Bildraten zu erreichen.

RTINGS bewertet Reaktionszeit und Eingabeverzögerung als klare Stärken, warnt aber vor sichtbarem Overshoot in den Overdrive-Modi. PC Gamer kommt zu einer ähnlichen Einschätzung und empfiehlt Smart OD als ausgewogeneren Modus. Das ist relevant, weil ein nominell schnelleres Overdrive nicht automatisch das sauberere Bild liefert: Zu aggressive Einstellungen können helle oder dunkle Säume hinter bewegten Objekten erzeugen.

Adaptive Sync hilft bei schwankenden Bildraten. Gigabyte nennt Unterstützung für Adaptive-Sync, während das Amazon-Angebot FreeSync Premium Pro aufführt. Für die Praxis zählt, dass eine kompatible Grafikkarte die Ausgabe mit dem Panel synchronisieren kann. Welche konkrete Zertifizierung der jeweilige Treiber anzeigt, kann von Grafikkarte, Verbindung und Softwarestand abhängen.

PlayStation 5 und Xbox Series X

Für aktuelle Konsolen bietet der M28U zwei HDMI-2.1-Eingänge. Gigabyte nennt ausdrücklich 4K mit bis zu 120 Hz für PlayStation 5 und Xbox Series X. Der Hersteller weist zugleich darauf hin, dass dieses Konsolensignal mit 4:2:0-Farbunterabtastung arbeitet. RTINGS ordnet die HDMI-Bandbreite mit 24 Gbit/s ein; für bestimmte PC-Signale ist deshalb Display Stream Compression nötig. Das ist kein Problem für typische Konsolenspiele, sollte aber nicht mit voll ausgereizten 48-Gbit/s-Ports gleichgesetzt werden.

Die 28-Zoll-Diagonale passt eher zu einem Schreibtisch als zu einem Sofa-Setup. Wenn du nah vor dem Bildschirm sitzt, bekommst du ein sehr scharfes Bild und 120-Hz-Unterstützung ohne Fernseher. Für gemeinsames Spielen aus größerer Entfernung ist das Format schnell zu klein. Die eingebauten Lautsprecher mit zweimal 3 Watt sind eine Notlösung; für Spiele und Filme sind Headset oder externe Lautsprecher die bessere Wahl.

Farben, Helligkeit und HDR

Gigabyte spezifiziert 300 cd/m² typische Helligkeit, 1.000:1 Kontrast, 94 Prozent DCI-P3 und DisplayHDR 400. Unabhängige Messungen bestätigen eine gute Farbbasis. Tom's Hardware Italia ermittelte 99,7 Prozent sRGB, 89 Prozent DCI-P3 und ein durchschnittliches Delta E von 1,07 ohne Kalibrierung. Diese Werte stammen von einem einzelnen Testgerät; andere Exemplare können abweichen.

Für Office, Webdesign, Spiele und allgemeine Bildbearbeitung ist die Farbdarstellung damit gut aufgestellt. RTINGS lobt ebenfalls die Werksabstimmung, die Grauverläufe und die Gleichmäßigkeit. Bei professioneller Druckvorstufe bleibt die eingeschränktere Adobe-RGB-Abdeckung ein Nachteil. Wer farbverbindlich arbeitet, sollte den eigenen Farbraum prüfen und das konkrete Gerät kalibrieren.

HDR ist die deutlichste Bildschwäche. DisplayHDR 400 bestätigt nur eine Basisstufe. Das IPS-Panel kann Schwarz nicht pixelgenau abschalten, und die einfache Local-Dimming-Lösung verbessert den Kontrast laut RTINGS kaum. PC Gamer rät deshalb davon ab, den M28U speziell wegen HDR zu kaufen. Helle Akzente können etwas kräftiger aussehen, doch der große Kontrastumfang moderner OLED- oder guter Mini-LED-Monitore wird nicht erreicht.

KVM, USB-C und Anschlüsse

Die Anschlussausstattung umfasst zweimal HDMI 2.1, einmal DisplayPort 1.4 mit DSC, einmal USB-C mit DisplayPort-Alt-Mode, drei USB-3.0-Anschlüsse und einen 3,5-mm-Audioausgang. Der separate KVM-Schalter wechselt Eingabegeräte und Bildquelle zwischen zwei verbundenen Systemen. Das ist praktisch, wenn du etwa einen privaten Desktop-PC und ein Arbeitsnotebook mit derselben Tastatur und Maus betreiben möchtest.

USB-C darfst du dabei nicht mit einem vollwertigen Dock verwechseln. Der Anschluss überträgt Bild und Daten, stellt aber nur wenig Ladeleistung bereit. Für ein Notebook ist in der Regel weiterhin dessen Netzteil nötig. Ethernet, Thunderbolt und Daisy-Chaining fehlen ebenfalls. Der M28U reduziert Kabel und vereinfacht den Wechsel zwischen zwei Rechnern, ersetzt aber keine Dockingstation für anspruchsvolle Notebook-Workflows.

Verarbeitung und Ergonomie

Das Design ist zurückhaltend und funktioniert sowohl im Gaming- als auch im Arbeitszimmer. Der Standfuß erlaubt laut Gigabyte 130 Millimeter Höhenverstellung und eine Neigung von minus 5 bis plus 20 Grad. Schwenken und Pivot sind nicht vorgesehen. Eine VESA-Aufnahme mit 100 × 100 Millimetern erleichtert den Wechsel auf einen Monitorarm.

PC Gamer beschreibt den Stand als funktional, aber sichtbar günstig, und beobachtete am eigenen Testgerät sich lösende Haftpolster. Das ist kein Nachweis für einen Serienfehler, zeigt aber, wo Gigabyte Kosten gespart hat. Mit Standfuß wiegt der Monitor rund 6,93 Kilogramm. Ein passender Monitorarm muss diese Last samt VESA-Aufnahme sicher tragen.

Was unabhängige Tests gemeinsam sagen

Die unabhängigen Tests zeichnen ein recht einheitliches Bild. RTINGS sieht den M28U als starken Allrounder für Gaming, Büro und Medienproduktion, mit guter Schärfe, niedriger Latenz und breiten Blickwinkeln. PC Gamer vergab 86 Punkte und lobte das Verhältnis aus 4K, 144 Hz und Ausstattung. Hardware Unboxed prüfte Reaktionszeiten, Overdrive, Farben, Helligkeit und Gleichmäßigkeit und ordnete den Monitor als besonders wertige 4K-144-Hz-Option ein.

Die Kritikpunkte überschneiden sich ebenfalls: IPS-Kontrast und Schwarz sind begrenzt, das Local Dimming überzeugt nicht, der Standfuß ist einfach und Overdrive verlangt die passende Einstellung. Genau diese Übereinstimmung ist wichtiger als eine einzelne Gesamtnote. Sie zeigt, dass der M28U im Kern ein schneller, scharfer SDR-Monitor mit Zusatznutzen ist, dessen HDR-Label nicht überbewertet werden sollte.

5K2K Compatibility Rating

Die 5K2K-Kompatibilität liegt bei 7,7/10. Der M28U besitzt keine 5K2K-Auflösung, erreicht mit rund 157 PPI aber eine sehr hohe Pixeldichte. 4K bei 144 Hz, DisplayPort 1.4 mit DSC, HDMI 2.1, USB-C, KVM und ein USB-Hub passen gut zu modernen Gaming-, Office- und einfachen Creator-Workflows. Windows und macOS profitieren von der scharfen Darstellung, benötigen auf 28 Zoll jedoch meist Skalierung.

Punkte kosten die kleinere 16:9-Arbeitsfläche, die begrenzte HDMI-Bandbreite, fehlendes Thunderbolt, fehlendes Daisy-Chaining und die zu geringe USB-C-Ladeleistung für ein Ein-Kabel-Notebook-Setup. Für einen einzelnen hochauflösenden Bildschirm ist der M28U flexibel. Als Zentrale eines großen 5K2K- oder Multi-Monitor-Arbeitsplatzes bleibt er klar hinter modernen Thunderbolt-Displays zurück.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Sehr scharfe 4K-Darstellung auf 28 Zoll
  • 144 Hz und niedrige Eingabeverzögerung
  • Zwei HDMI-2.1-Eingänge für 4K mit 120 Hz an Konsolen
  • KVM-Switch, USB-C und USB-Hub
  • Gute SDR-Farben und brauchbare Werksabstimmung
  • Höhenverstellung und VESA-Aufnahme

Schwächen

  • Schwacher IPS-Kontrast und wenig überzeugendes Local Dimming
  • HDR400 ohne echtes HDR-Erlebnis
  • Overshoot bei aggressiven Overdrive-Einstellungen
  • Standfuß ohne Schwenk- und Pivot-Funktion
  • USB-C mit zu wenig Leistung zum Laden normaler Notebooks
  • 24-Gbit/s-HDMI statt voller HDMI-2.1-Bandbreite

Alternativen

Wenn du ähnliche Grunddaten mit mehr Fläche möchtest, ist ein 32-Zoll-4K-Modell die naheliegende Alternative. Die Pixeldichte sinkt etwas, dafür wirken Benutzeroberflächen ohne starke Skalierung größer. Ein moderner 27- oder 32-Zoll-OLED bietet deutlich besseres Schwarz, echte Pixelreaktion und meist überzeugenderes HDR, kostet aber mehr und bringt das Risiko ungleichmäßiger Alterung bei dauerhaft statischen Inhalten mit.

Für produktive Arbeit sind 40-Zoll-5K2K-IPS-Monitore interessanter: Sie bieten mehr horizontale Fläche, oft Thunderbolt, höhere Power Delivery und umfangreichere Docking-Funktionen. Spieler bezahlen dafür mit höherem Preis und oft geringerer Geschwindigkeit. Der M28U bleibt vor allem dann attraktiv, wenn ein kompakter 4K-Allrounder mit KVM wichtiger ist als maximale Fläche oder spektakuläres HDR.

Preis und Verfügbarkeit in Deutschland

Die geprüfte Amazon.de-Produktseite ordnet die schwarze 28-Zoll-EU-Variante M28U EK eindeutig der ASIN B09778LZGQ zu. Beim Abruf wurde ein Preis von 349 Euro genannt und eine Bestellmöglichkeit angezeigt. Preise und Lagerbestände können sich kurzfristig ändern. Prüfe vor dem Kauf deshalb Verkäufer, Lieferzeit und die genaue Modellnummer; ähnlich bezeichnete Arm- oder Größenvarianten sind nicht identisch.

Bewertung und Fazit

Das Overall Rating beträgt 8,2/10. Der Gigabyte M28U punktet mit der Kombination aus hoher 4K-Schärfe, 144 Hz, guter SDR-Farbdarstellung, Konsolenunterstützung und einem nützlichen KVM-Switch. Gerade zu einem deutlich niedrigeren Straßenpreis als zum Marktstart bleibt das Paket konkurrenzfähig.

Seine Grenzen sind 2026 sichtbarer als früher. HDR400, einfacher IPS-Kontrast, eingeschränkte Ergonomie und die geringe USB-C-Ladeleistung wirken neben neueren OLED-, Mini-LED- und Thunderbolt-Modellen alt. Wenn du diese Punkte einordnest und primär in SDR spielst oder arbeitest, bekommst du weiterhin einen sehr ausgewogenen 4K-Monitor. Suchst du dagegen tiefes Schwarz, eindrucksvolles HDR oder ein vollwertiges Ein-Kabel-Setup fürs Notebook, lohnt sich der Aufpreis zu einer moderneren Alternative.

FAQ zum Gigabyte M28U

Unterstützt der Gigabyte M28U 4K mit 144 Hz?

Ja. Am PC sind bis zu 3.840 × 2.160 Pixel mit 144 Hz möglich. Je nach Anschluss und Farbsignal wird Display Stream Compression benötigt.

Eignet sich der M28U für PlayStation 5 und Xbox Series X?

Ja. Über HDMI 2.1 unterstützt er laut Gigabyte beide Konsolen mit bis zu 4K und 120 Hz. Der Hersteller nennt dabei 4:2:0-Farbunterabtastung.

Kann USB-C ein Notebook laden?

Der USB-C-Port überträgt Bild und Daten, liefert aber nur geringe Ladeleistung. Für ein übliches Notebook solltest du mit einem zusätzlichen Netzteil rechnen.

Ist der Gigabyte M28U ein guter HDR-Monitor?

Nur eingeschränkt. DisplayHDR 400, der niedrige IPS-Kontrast und das einfache Local Dimming reichen nicht für ein überzeugendes HDR-Erlebnis. Seine Stärken liegen klar in SDR, Schärfe und Geschwindigkeit.

Wie lautet die Amazon.de-ASIN des M28U EK?

Die verifizierte schwarze 28-Zoll-EU-Variante M28U EK ist bei Amazon.de der ASIN B09778LZGQ zugeordnet.

Weitere Artikel zu
diesem Thema