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UGREEN Maxidok U716 Review: Thunderbolt-5-Dock mit M.2-Slot

13.09.2026

Lesedauer: 10 min

UGREEN Maxidok U716 im Review: Was 17 Ports, Thunderbolt 5, 140 W und M.2 leisten und wo SSD, Lüfter sowie 2,5-GbE Grenzen zeigen.

UGREEN Maxidok U716 Review: Thunderbolt-5-Dock mit M.2-Slot

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5K2K Redaktion

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Kurzfazit: Das UGREEN Maxidok U716 ist eine ungewöhnlich vollständige Thunderbolt-5-Dockingstation für leistungsfähige Notebooks und feste Creator-Arbeitsplätze. 17 Anschlüsse, bis zu 140 Watt Ladeleistung für den Host, zwei weitere Thunderbolt-5-Ports und ein interner M.2-Slot bündeln fast alles in einem Gehäuse. Unabhängige Tests bestätigen die hohe Anschlussvielfalt und grundsätzlich starke Übertragungsleistung. Allerdings zeigen sie auch, dass die tatsächliche SSD- und Netzwerkleistung stark von Testaufbau, Host und Firmware abhängen kann. Dazu kommen ein großes 240-Watt-Netzteil, kein HDMI-Ausgang und ein Lüfter, der in sehr ruhiger Umgebung hörbar sein kann. Wer Thunderbolt 5 und mehrere hochauflösende Displays wirklich nutzt, bekommt ein starkes Dock. Für ein einzelnes 4K-Display oder ein älteres USB-C-Notebook ist es überdimensioniert.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Das Modell U716 kombiniert 17 Anschlüsse mit Thunderbolt 5, DisplayPort 2.1, 2,5-GbE, UHS-II-Kartenlesern und einem internen M.2-NVMe-Slot.
  • Der Host kann mit bis zu 140 Watt geladen werden; zwei vordere USB-C-Ports teilen sich weitere 60 Watt.
  • UGREEN nennt 80 Gbit/s bidirektional und bis zu 120 Gbit/s per Bandwidth Boost sowie Single 8K bei 60 Hz oder Dual 6K bei 60 Hz.
  • Messungen reichen beim internen SSD-Slot je nach Testsystem von rund 3.888 MB/s bis 5.780,54 MB/s beim Lesen.
  • Kein natives HDMI, begrenzte Vorteile an Thunderbolt 4 und ein großes Netzteil schränken die Zielgruppe ein.
  • Overall Rating: 8,4/10. 5K2K Compatibility Rating: 9,1/10.

Einordnung: Ein Dock für große Arbeitsplätze

Viele Notebook-Docks konzentrieren sich auf ein bis zwei Monitore, Gigabit-Ethernet und einige USB-Ports. Das Maxidok U716 zielt höher. Auf der deutschen Produktseite nennt UGREEN 17 Anschlüsse, ein 240-Watt-Netzteil und eine M.2-Erweiterung für SSDs mit bis zu 8 TB. Das Gehäuse ist mit etwa 13,3 × 13,3 × 5,5 Zentimetern und rund 870 Gramm eher Mini-PC als Reiseadapter. Es bleibt stabil auf dem Tisch, braucht aber zusammen mit dem Netzteil deutlich mehr Platz als ein kompakter USB-C-Hub.

Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Buchsen, sondern die Kombination aus Display-Bandbreite, Stromversorgung und lokalem Speicher. Über ein Kabel zum Notebook lassen sich mehrere Monitore, Netzwerk, Eingabegeräte, Speicherkarten und eine interne SSD anbinden. Das ist vor allem für Video, Foto, Audio und große Entwicklungsumgebungen interessant. Wenn du nur Tastatur, Maus und einen 4K-Bildschirm anschließen möchtest, bezahlst du dagegen für Reserven, die wahrscheinlich ungenutzt bleiben.

Anschlüsse im Überblick

BereichAusstattungWichtige Grenze
Host1 × Thunderbolt 5 Upstream, bis 140 WVolle Vorteile nur mit passendem Host
Displays und TB2 × Thunderbolt 5 Downstream, 1 × DisplayPort 2.1Kein HDMI
USB3 × USB-C 10 Gbit/s, 3 × USB-A 10 Gbit/sZwei USB-C-Ports teilen 60 W
Netzwerk1 × 2,5-GbEJe nach Test nicht immer volle Datenrate
MedienSD und microSD/TF bis 312 MB/s, 3 AudiobuchsenLeistung hängt von Karte und Host ab
SpeicherM.2 NVMe PCIe 4.0 x4, bis 8 TBSSD ist nicht enthalten

Die häufig genutzten USB-C-Anschlüsse, Kartenleser und die Headset-Buchse sitzen vorne. DisplayPort, Thunderbolt, Netzwerk, USB-A und die Stromzufuhr liegen hinten. Windows Central lobt diese umfangreiche Ausstattung und die gleichzeitig nutzbaren UHS-II-Kartenleser, nennt aber fehlendes HDMI und nur 15 Watt an den Thunderbolt-Downstream-Ports als Nachteile. Für HDMI-Monitore wird daher ein USB-C-auf-HDMI-Adapter oder ein passendes Kabel benötigt.

Thunderbolt 5: 120 Gbit/s sind kein Dauerwert

Thunderbolt 5 stellt regulär 80 Gbit/s in beide Richtungen bereit. Der beworbene Wert von 120 Gbit/s bezeichnet den Bandwidth Boost: Bei hoher Display-Last kann mehr Bandbreite in eine Richtung verschoben werden, während in Gegenrichtung weniger verbleibt. Das ist für mehrere hochauflösende Bildschirme relevant, darf aber nicht mit einer ständig verfügbaren symmetrischen 120-Gbit/s-Datenverbindung verwechselt werden.

Das Dock arbeitet auch mit Thunderbolt 4 und USB4, doch Host, Betriebssystem und Grafikchip bestimmen die möglichen Display-Konfigurationen. ComputerBase weist darauf hin, dass die Zahl externer Monitore bei Apple-Geräten vom verwendeten Chip abhängt. Ältere Macs und viele USB4-Notebooks können deutlich weniger Displays oder geringere Auflösungen ansteuern. Windows-Laptops mit Thunderbolt 3 nennt UGREEN ausdrücklich als nicht kompatibel. Prüfe vor dem Kauf deshalb nicht nur die Form der USB-C-Buchse, sondern die Thunderbolt-Version, Display-Unterstützung und Ladeannahme deines konkreten Notebooks.

Displays und 5K2K-Workflows

Für 5K2K-Arbeitsplätze ist das Maxidok besonders interessant. UGREEN wirbt mit einem einzelnen 8K-Display bei 60 Hz oder zwei 6K-Displays bei 60 Hz. Das bedeutet nicht automatisch, dass jede Kombination aus 5K2K-Monitor, zweitem Bildschirm und hoher Bildrate funktioniert. Entscheidend sind die DisplayPort-Fähigkeiten des Hosts, DSC-Unterstützung, Kabel, Monitor und die parallel belegte Bandbreite.

Trotzdem ist die Grundlage stark. DisplayPort 2.1 und zwei Thunderbolt-5-Ausgänge geben dir mehr Flexibilität als Docks mit nur einem festen Videoausgang. ComputerBase beschreibt bis zu drei angeschlossene Displays und nennt 4K mit bis zu 240 Hz als mögliche Einzelkonfiguration. Macworld nennt für Windows mit MST bis zu drei 4K-Displays bei 144 Hz, abhängig vom Host. Solche Maximalwerte sind keine Garantie für jedes Notebook. Für einen 5K2K-Creator-Monitor plus schnellen externen Speicher bietet Thunderbolt 5 aber die nötige Reserve, ohne dass Display- und Datentransfers so schnell um dieselben 40 Gbit/s kämpfen wie bei Thunderbolt 4.

Das 5K2K Compatibility Rating von 9,1/10 ergibt sich aus der hohen Display-Bandbreite, DisplayPort 2.1, zwei Thunderbolt-5-Ausgängen, 140 Watt Host-Laden und dem integrierten Speicher. Abzüge gibt es für fehlendes HDMI, die starke Abhängigkeit vom Host, die eingeschränkte Eignung älterer Systeme und die fehlende Garantie, dass jede Multi-Monitor-Kombination die beworbenen Maximalwerte erreicht.

Interner M.2-Slot: Schnell, aber nicht eindeutig

Der M.2-Slot unterstützt NVMe-SSDs und laut Hersteller Kapazitäten bis zu 8 TB. Eine SSD gehört nicht zum Lieferumfang. Der Einbau erfolgt an der Unterseite; Wärmeleitpad und Abdeckung binden das Laufwerk in die Kühlung ein. Für große Videoprojekte, lokale Fotobibliotheken oder Backups ist das praktisch, weil der Speicher mit dem Dock am Schreibtisch bleibt und über dasselbe Kabel verbunden wird.

Die Messwerte zeigen jedoch, wie stark das Ergebnis vom Aufbau abhängt. ComputerBase maß rund 3.888 MB/s beim Lesen und knapp 2.000 MB/s beim Schreiben. TechRadar erreichte mit einer Kioxia Exceria Plus G3 rund 3.900 MB/s lesend und 2.200 MB/s schreibend und sah gegenüber einem externen USB4-Gehäuse kaum einen Vorteil. Tom's Hardware kam mit einem anderen Laufwerk und Testsystem auf 5.780,54 MB/s lesend. Die Werte widersprechen sich nicht zwingend, weil SSD, Controller, Füllstand, Kühlung und Host abweichen. Sie zeigen aber, dass die beworbenen bis zu 6.000 MB/s kein verlässlicher Alltagswert für jede SSD sind.

Netzwerk, Kartenleser und Stromversorgung

Auch beim 2,5-GbE-Port gehen die Messungen auseinander. TechRadar beobachtete etwa 160 MB/s beim Kopieren von einem 10-GbE-NAS, während Tom's Hardware den Port mit iPerf3 auslasten konnte. Für dich heißt das: 2,5-GbE ist vorhanden und kann seine Sollleistung erreichen, eine bestimmte Übertragungsrate ist im eigenen Netzwerk aber nicht garantiert. Wenn du regelmäßig sehr große Dateien von einem schnellen NAS bewegst, solltest du das Dock im eigenen Setup prüfen oder ein Modell mit 10-GbE erwägen.

Die beiden Kartenleser unterstützen laut UGREEN bis zu 312 MB/s. Das ist für aktuelle UHS-II-Karten nützlich, die tatsächliche Geschwindigkeit bleibt durch die Karte begrenzt. Bei der Stromversorgung bietet das Dock viel Reserve: bis zu 140 Watt gehen an den Host, während sich zwei USB-C-Ports zusammen bis zu 60 Watt teilen. ComputerBase bestätigt im Test, dass ein einzelnes Gerät an diesen Ports 60 Watt abrufen konnte; bei zwei Geräten sank das Maximum auf jeweils 30 Watt. Nicht jedes Notebook akzeptiert 140 Watt über USB-C, deshalb entscheidet auch hier das Ladeprofil des Hosts.

Kühlung und Lautstärke

Im Inneren arbeitet ein temperaturgesteuerter Lüfter. Die Wahrnehmung unterscheidet sich zwischen den Tests. ComputerBase hörte ihn schon bei geringer Last in einer ansonsten lautlosen Umgebung dauerhaft, bewertete ihn aber als sehr leise. TechRadar und Tom's Hardware konnten ihn im normalen Betrieb kaum oder gar nicht hören. Das spricht eher für unterschiedliche Umgebungen, Lasten oder Exemplare als für eine eindeutige Aussage. Wer einen vollständig lautlosen Arbeitsplatz betreibt, sollte die aktive Kühlung trotzdem als möglichen Nachteil einplanen.

Ein zweiter praktischer Kompromiss ist das 240-Watt-Netzteil. Es stellt genug Leistung für Host, Dock und weitere Geräte bereit, ist laut TechRadar aber länger als das Dock selbst. Unter dem Tisch lässt es sich meist verstecken; in einer mobilen Tasche oder auf einem kleinen Schreibtisch fällt es deutlich ins Gewicht.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Sehr breite Anschlussausstattung mit sechs schnellen USB-Ports
  • Thunderbolt 5, DisplayPort 2.1 und zwei TB5-Downstream-Ports
  • Bis zu 140 Watt Ladeleistung für leistungsfähige Notebooks
  • Interner M.2-Slot als praktische Speichererweiterung
  • 2,5-GbE, UHS-II-Kartenleser und getrennte Audioanschlüsse

Schwächen

  • Hoher Preis und großes externes Netzteil
  • Kein HDMI-Ausgang
  • SSD- und Netzwerkleistung variiert deutlich zwischen Tests
  • Aktive Kühlung kann in stiller Umgebung hörbar sein
  • Der Mehrwert sinkt an Thunderbolt-4- und einfachen USB4-Systemen

Alternativen

Wenn dir mehr Ports, 10-GbE und passive Kühlung wichtiger sind als ein interner SSD-Slot, ist der CalDigit TS5 Plus die naheliegende Alternative. Er ist gewöhnlich teurer. Der CalDigit TS5 verzichtet ebenfalls auf den M.2-Slot, liegt bei der Zahl der Anschlüsse aber näher am UGREEN. Keychron TB5D-1 und Plugable TBT-UDH2 bieten native HDMI-Ausgänge und sind häufig günstiger, haben dafür keinen integrierten NVMe-Speicher. UGREENs eigenes Maxidok 10-in-1 ist sinnvoller, wenn du weniger Peripherie nutzt und weder M.2-Slot noch 2,5-GbE brauchst.

Preis und Verfügbarkeit in Deutschland

Die deutsche UGREEN-Seite listete das Dock beim Abruf für 359,99 Euro statt 459,99 Euro. Das verifizierte Amazon.de-Listing mit der ASIN B0FRM8Q873 gehört zum Modell U716 beziehungsweise zur Hersteller-Teilenummer 85590F. Golem dokumentierte denselben Angebotspreis und eine Befristung bis zum 13. September 2026. Preise und Rabattzeiträume ändern sich kurzfristig; prüfe deshalb beim Kauf den aktuellen Endpreis und die exakte Modellnummer.

Bewertung und Fazit

Das Overall Rating liegt bei 8,4/10. Das Maxidok U716 bietet eine der vollständigsten Kombinationen aus Thunderbolt-5-Bandbreite, Display-Anschlüssen, Ladeleistung und integriertem Speicher. Verarbeitung und Anschlusslayout werden in mehreren Tests positiv bewertet, und die Messungen zeigen, dass der M.2-Slot sehr hohe Transferraten erreichen kann.

Für eine höhere Wertung sind die Einschränkungen zu relevant: kein HDMI, nur 2,5-GbE statt 10-GbE, ein großes Netzteil und je nach Test deutlich schwankende SSD- und Netzwerkleistung. Dazu kommt die aktive Kühlung. Wenn du ein aktuelles Thunderbolt-5-Notebook, mehrere hochauflösende Monitore und schnellen lokalen Speicher an einem Kabel betreiben willst, passt das Gesamtpaket sehr gut. Für einfachere Schreibtische gibt es günstigere Docks, die denselben praktischen Nutzen liefern.

FAQ zum UGREEN Maxidok U716

Funktioniert das Maxidok U716 mit Thunderbolt 4?

Ja, laut UGREEN und unabhängigen Tests funktioniert es mit Thunderbolt 4. Bandbreite und mögliche Display-Konfigurationen bleiben dann aber hinter Thunderbolt 5 zurück.

Kann das Dock einen 5K2K-Monitor ansteuern?

Grundsätzlich ja. Ob 5K2K mit der gewünschten Bildrate und weiteren Displays funktioniert, hängt von Notebook, Grafikchip, Betriebssystem, DSC-Unterstützung, Kabeln und Monitor ab.

Ist eine SSD im Lieferumfang enthalten?

Nein. Der M.2-Slot nimmt kompatible NVMe-SSDs bis 8 TB auf, die separat gekauft werden müssen.

Wie laut ist der Lüfter?

Die Tests kommen zu unterschiedlichen Eindrücken. Zwei Redaktionen hörten ihn im normalen Betrieb kaum oder gar nicht, ComputerBase nahm ihn in stiller Umgebung als sehr leise, aber dauerhaft wahr.

Wie lautet die verifizierte Amazon.de-ASIN?

Die geprüfte Variante U716 mit der Hersteller-Teilenummer 85590F ist auf Amazon.de der ASIN B0FRM8Q873 zugeordnet.

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