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Elgato 4K X Review 2026: Lohnt sich die HDMI-2.1-Capture-Card?

26.09.2026

Lesedauer: 10 min

Elgato 4K X im Review: Was 4K144, HDMI 2.1, VRR und HDR bringen, wo DSC und macOS Grenzen setzen und für wen sich die Capture-Card lohnt.

Elgato 4K X Review 2026: Lohnt sich die HDMI-2.1-Capture-Card?

Elgato 4K X Review 2026: Lohnt sich die HDMI-2.1-Capture-Card?

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5K2K Redaktion

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Kurzfazit: Die Elgato 4K X ist eine der leistungsfähigsten externen Capture-Cards für aktuelle Konsolen und Gaming-PCs. HDMI 2.1, VRR-Passthrough und Aufnahmen bis 4K mit 144 Bildern pro Sekunde geben schnellen Displays deutlich mehr Spielraum als klassische 4K60-Modelle. Ihr größter Vorteil ist nicht, dass du zwingend in 4K144 veröffentlichen solltest, sondern dass dein eigenes Spielerlebnis beim Aufnehmen kaum beschnitten wird. Der hohe Anspruch hat jedoch Bedingungen: Für die besten Formate brauchst du einen schnellen USB-Anschluss, passende Codecs und auf dem Mac mehr Kompromissbereitschaft. Display Stream Compression wird bei der Aufnahme nicht unterstützt. Für ein Windows-basiertes Creator-Setup ist die 4K X sehr stark, für einfache 1080p60-Streams dagegen meist überdimensioniert.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die 4K X verarbeitet unverschlüsselte HDMI-2.1-Signale und bietet verzögerungsarmes Passthrough bis 2160p144, 1440p240 oder 1080p240.
  • Aufnahme und Passthrough sind nicht dasselbe: Codec, USB-Bandbreite, HDR, Betriebssystem und Display Stream Compression entscheiden darüber, welches Format wirklich in der Software ankommt.
  • VRR und HDR10 können durchgeschleift werden. HDR-Aufnahme ist laut Elgato derzeit nur unter Windows verfügbar; macOS erhält für die Aufnahme ein auf SDR umgesetztes Signal.
  • Die Hardware ist klein, leicht und unkompliziert verkabelt. Tests nennen aber kurze beziehungsweise steife Kabel, gelegentliche Signalerkennung und plattformabhängige Software als praktische Stolpersteine.
  • Mit 8,5/10 ist die 4K X eine sehr gute Premium-Capture-Card. Die 5K2K Compatibility liegt bei 7,9/10, weil hochauflösende und ultrabreite Workflows profitieren, natives 5120 x 2160 jedoch nicht unterstützt wird.

Warum die 4K X 2026 noch relevant ist

Die Elgato 4K X kam nicht erst 2026 auf den Markt. Trotzdem passt sie heute besser in viele Setups als zum Start. PlayStation 5 Pro, Xbox Series X, Nintendo Switch 2 und schnelle PC-Monitore haben hohe Bildraten und HDMI 2.1 für mehr Creator praktisch relevant gemacht. Elgato führt die 4K X inzwischen ausdrücklich für Switch 2, PS5, PS5 Pro, Xbox Series X und PC. Auch die Firmware ist weiterentwickelt worden: Die offizielle Auflösungs- und Codec-Matrix nennt mit Firmware 1.7.13 Unterstützung für 3440 x 1440 und 2560 x 1080.

Die deutsche Handelsvariante trägt die Modellnummer 10GBH9901. Die geprüfte Amazon.de-Seite ordnet ihr die ASIN B0CPFWXMBL zu. Damit ist sie klar von der günstigeren 4K S, der internen 4K Pro und älteren HD60-Modellen getrennt. Wer nur in Full HD streamt und keinen schnellen Passthrough benötigt, findet preiswertere Alternativen. Die 4K X richtet sich an Nutzer, die beim Spielen auf 4K, hohe Bildraten, VRR oder HDR nicht verzichten wollen.

Technik: HDMI 2.1 trifft USB 3.2 Gen 2

Das Anschlusskonzept ist übersichtlich: HDMI 2.1 nimmt das Signal von Konsole oder Gaming-PC entgegen, ein zweiter HDMI-2.1-Port gibt das Signal an Monitor oder Fernseher weiter. Video und Audio gelangen über USB-C mit USB 3.2 Gen 2 und bis zu 10 Gbit/s zum Rechner. Ein 3,5-mm-Line-in ergänzt analoge Audioquellen. Die offiziellen technischen Daten nennen außerdem VRR, HDR10 sowie Passthrough bis 2160p144, 1440p240 und 1080p240.

BereichWichtige Daten
Videoeingang und -ausgangHDMI 2.1, unverschlüsselter Eingang, verzögerungsarmes Passthrough
ComputerverbindungUSB-C, USB 3.2 Gen 2 mit 10 Gbit/s; Gen 1 mit eingeschränkten Aufnahmeformaten
Maximales Passthroughbis 2160p144, 1440p240 oder 1080p240, abhängig von Quelle und Display
Maximale Aufnahmebis 2160p144 in passenden SDR-Formaten; HDR je nach Auflösung, Codec und Plattform
Abmessungen und Gewicht112 x 72 x 18 mm, 91 g
LieferumfangUSB-C-auf-USB-C-Kabel mit 150 cm und HDMI-Kabel mit 200 cm

Die kleine Box ist leicht genug für ein mobiles Setup. Genau das kann auf dem Schreibtisch aber auch nerven: Windows Central beobachtete, dass steife Kabel das leichte Gehäuse anheben können. Der Test lobt die einfache Inbetriebnahme und das kompakte Design, berichtet aber auch von einzelnen Situationen, in denen ein Signal erst nach erneutem Einstecken erkannt wurde. KitGuru bewertet die Karte mit 8,5/10 und nennt die kurzen mitgelieferten Kabel sowie eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber Kabeln von Drittanbietern als Nachteile.

4K144 ist echt, aber nicht grenzenlos

Die Schlagzeile 4K144 stimmt, muss aber richtig gelesen werden. Elgatos Matrix zeigt 3840 x 2160 mit 144 Bildern pro Sekunde unter anderem als MJPG-Format mit 8 Bit und 4:2:0. Für 10-Bit-HDR nennt sie bei 4K P010 mit 30 Bildern pro Sekunde. Andere Codecs haben wiederum andere Grenzen: YUY2 erreicht in 4K laut Tabelle bis zu 50 Bilder pro Sekunde über 10-Gbit/s-USB, NV12 und i420 bis zu 60. Die Software kann die Auswahl weiter begrenzen. 4K144 ist daher kein universeller Modus für jede Farbtiefe, jedes Chroma-Sampling und jedes Aufnahmeprogramm.

Ebenso wichtig ist DSC. Die 4K X kann Signale mit Display Stream Compression nicht aufnehmen. Einige Monitore nutzen DSC, um 4K mit 144 Hz zu erreichen. Das Bild kann dann am Passthrough-Display erscheinen, während die Capture-Software schwarz bleibt. Elgato empfiehlt in diesem Fall eine niedrigere Auflösung oder Bildrate; 4K120 kommt bei vielen Displays ohne DSC aus. Wer einen schnellen PC-Monitor nutzt, sollte vor dem Kauf dessen HDMI-Modi und DSC-Verhalten prüfen.

Bildqualität und Dateien im Alltag

Unabhängige Tests bestätigen, dass die hohe Datenrate nicht nur auf dem Datenblatt gut aussieht. Basic Tutorials lobt die Bildqualität bereits in den Standardeinstellungen und beschreibt eine breite Auswahl von 720p bis 2160p. Im dort getesteten Windows-Workflow ließ sich die 4K X direkt in 4K Capture Utility sowie Anwendungen wie OBS, XSplit, vMix und Streamlabs einbinden.

Hohe Qualität erzeugt große Dateien. Basic Tutorials dokumentierte bei 1440p60 je nach Bitrate etwa 6,8 bis 43,9 GB pro Stunde und bei 4K60 rund 15 bis 62 GB pro Stunde. Diese Werte sind keine feste Produkteigenschaft, sondern Beispiele für die Wirkung der gewählten Bitrate. Sie zeigen trotzdem, warum eine schnelle SSD und eine bewusste Archivstrategie zum Kauf gehören. Für einen Livestream mit niedrigerer Ausgabeauflösung kann die Karte gleichzeitig als hochwertige Quelle dienen; das Veröffentlichungsformat bleibt von Plattform und Upload-Bandbreite abhängig.

Windows, Mac und iPad

Unter Windows ist das Gesamtpaket am rundesten. Elgato nennt Windows 10 oder neuer, eine NVIDIA GeForce GTX 10xx oder besser sowie USB 3.2 Gen 2 für die volle Leistung. HDR10-Aufnahme setzt dort eine kompatible NVIDIA-GPU und HEVC voraus. Neben Elgatos eigener Software funktioniert die Karte als Quelle in OBS und weiteren UVC-fähigen Anwendungen.

Auf dem Mac ist die Hardware grundsätzlich kompatibel, allerdings gelten andere Grenzen. HDR kann über HDMI durchgeschleift werden, wird für die Aufnahme unter macOS jedoch auf SDR umgesetzt. Elgato bietet inzwischen einen 10-Gbit/s-Modus für die 4K X an. Der Langzeitbericht von Vooks zeigt, warum aktuelle Software und Firmware wichtig sind: Windows lief dort früh weitgehend unkompliziert, während Mac-Aufnahmen zunächst stärker von Einstellungen und Systemleistung abhingen. Mit Elgatos später veröffentlichter Capture-Software gelangen im Test 4K60-Aufnahmen deutlich problemloser.

Ein USB-C-iPad kann ebenfalls als Aufnahmegerät dienen. Elgatos iPad-Anleitung beschreibt Aufnahmen in die Fotomediathek oder auf ein angeschlossenes Laufwerk. Vooks erreichte mit einem M1-iPad Pro nach Firmware-Update und aktivem 10-Gbit/s-Modus 4K60; einfachere USB-C-iPads blieben im beschriebenen Test bei 1080p60. Für ein mobiles Setup ist das attraktiv, ersetzt aber nicht die genaue Kompatibilitätsprüfung des konkreten iPads.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • HDMI 2.1 mit hohem Passthrough-Spielraum für moderne Konsolen und schnelle Displays
  • Aufnahmen bis 4K144 sowie Unterstützung für VRR und HDR10 in passenden Modi
  • Kompaktes, leichtes Gehäuse und unkomplizierte Grundverkabelung
  • Breite Softwareauswahl unter Windows sowie Unterstützung für Mac und iPad
  • Firmware-Updates haben Ultrawide-Formate wie 3440 x 1440 ergänzt

Schwächen

  • 4K144 gilt nicht für jede Kombination aus Codec, Farbtiefe, HDR und Software
  • Keine Aufnahme von DSC-Signalen; das kann bei 4K144-Monitoren zu einem schwarzen Capture-Bild führen
  • HDR-Aufnahme derzeit nur unter Windows
  • Mac- und iPad-Workflows sind stärker von Firmware, Software und Host-Hardware abhängig
  • Für 1080p60-Streaming teuer und technisch meist nicht notwendig

Alternativen

Die wichtigste Alternative kommt aus demselben Haus. Die Elgato 4K S ist sinnvoller, wenn dir 4K60-HDR-Aufnahme reicht und du keinen 4K120- oder 4K144-Passthrough benötigst. Die interne 4K Pro passt besser zu einem festen Windows-Desktop, sofern ein freier PCIe-Steckplatz vorhanden ist; sie spart ein externes USB-Gerät, ist aber weniger mobil. Die ältere HD60 X bleibt für 1080p60-Streaming mit 4K-Passthrough ausreichend.

Vor dem Aufpreis zur 4K X solltest du drei Fragen beantworten: Spielst du tatsächlich oberhalb von 4K60 oder 1440p120? Muss VRR am eigenen Display aktiv bleiben? Willst du hochauflösendes Material lokal archivieren oder später zuschneiden? Wenn du alle drei Fragen verneinst, ist die zusätzliche Bandbreite eher Reserve als echter Nutzen.

5K2K Compatibility Rating: 7,9/10

Die 4K X passt gut in moderne hochauflösende Creator- und Gaming-Workflows, ist aber keine native 5K2K-Capture-Lösung. Positiv sind HDMI 2.1, USB mit 10 Gbit/s, 4K bis 144 Hz, VRR, HDR-Passthrough und die nachgereichte Unterstützung für 3440 x 1440. Dadurch lässt sie sich sinnvoll neben schnellen 4K- oder Ultrawide-Monitoren einsetzen. Gegen eine höhere Wertung sprechen die fehlende Unterstützung für 5120 x 2160, die DSC-Sperre und die unterschiedlichen HDR-Grenzen von Windows und macOS. Für ein 5K2K-Display kann sie Teil des Setups sein, sollte aber nicht als Capture-Pfad für dessen volle native Auflösung eingeplant werden.

Gesamtwertung: 8,5/10

Die hohe technische Obergrenze, das kompakte Format, die breite Geräteunterstützung und die in mehreren Tests bestätigte gute Bildqualität tragen die Wertung. Abzüge gibt es für den Premiumpreis, die komplizierte Formatmatrix, DSC als klare Grenze sowie die Plattformunterschiede. Die 4K X ist nicht für jeden Streamer automatisch die richtige Wahl. Für Creator, die moderne Konsolen oder Gaming-PCs an schnellen HDMI-2.1-Displays aufnehmen, ist sie jedoch eine der flexibelsten externen Optionen.

Preis und Verfügbarkeit in Deutschland

Die schwarze deutsche Handelsvariante 10GBH9901 war bei der Prüfung auf Amazon.de unter ASIN B0CPFWXMBL lagernd; der Heise-Preisvergleich führte dieselbe Variante ebenfalls. Preise und Verkäufer können sich kurzfristig ändern. Achte deshalb vor dem Kauf auf Modellnummer und ASIN und verwechsle die 4K X nicht mit 4K S, 4K Pro oder HD60 X. Die offizielle Elgato-Produktseite bleibt die beste Referenz für aktuelle Systemvoraussetzungen und Lieferumfang.

FAQ zur Elgato 4K X

Kann die Elgato 4K X wirklich 4K mit 144 Bildern pro Sekunde aufnehmen?

Ja, in unterstützten SDR-Formaten und mit passender Quelle, Software und USB-Verbindung. 4K144 gilt aber nicht automatisch für 10-Bit-HDR, jedes Chroma-Sampling oder jedes Programm. Prüfe Elgatos aktuelle Codec-Matrix für deinen Workflow.

Funktioniert 4K144 mit jedem HDMI-2.1-Monitor?

Nein. Nutzt der Monitor Display Stream Compression für 4K144, kann die 4K X das Signal zwar unter Umständen durchschleifen, aber nicht aufnehmen. Eine niedrigere Bildrate wie 4K120 kann das Problem vermeiden, sofern der Monitor diesen Modus ohne DSC anbietet.

Kann die 4K X HDR auf dem Mac aufnehmen?

HDR10-Passthrough über HDMI ist möglich. HDR-Aufnahme ist laut Elgato derzeit nur unter Windows verfügbar; für macOS wandelt die 4K X das HDR-Signal vor der Aufnahme in SDR um.

Ist die Elgato 4K X für Nintendo Switch 2 geeignet?

Ja, Elgato führt die Switch 2 als empfohlenes Quellgerät. Für typische Switch-2-Aufnahmen reicht zwar oft auch eine günstigere 4K60-Karte, die 4K X bietet aber mehr Reserve für weitere Konsolen, PCs und schnelle Displays.

Lohnt sich die 4K X für einen reinen 1080p60-Stream?

Meist nicht. Wenn du weder hohe Bildraten im Passthrough noch 4K-Material für die Nachbearbeitung brauchst, liefern günstigere Capture-Cards den für Streaming-Plattformen relevanten 1080p60-Output ebenfalls.

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